Haben Sie auch Vinaille-Milch

Rainer Döhling

Leseprobe
Vorwort

Lehrer wollte ich eigentlich nie werden. Doch mittlerweile habe ich, von zwei Unterbrechungen einmal abgesehen, über vierzig Jahre als Pädagoge gearbeitet und in zwei grundverschiedenen Systemen in verschiedensten Funktionen fast alle Bildungsformen kennen gelernt.
Der größte Teil meiner Schüler war an einer guten Ausbildung interessiert, und Eltern und Lehrer waren es meistens auch.
Ich erlebte, wie Arbeiter- und Bauernkinder gefördert wurden und wie andere Klassen und Schichten ihre Beziehungen nutzten, wie pädagogische Arbeit zentral vorgegeben, kontrolliert und die ideologische Arbeit von einigen als notwendiges Übel abgetan wurde, während sie andere als eine Hauptaufgabe ansahen.
Heute ist der Freiraum, der den Schülern geboten wird, weitaus größer, und trotzdem längst nicht einfacher zu bewältigen. Wenn ich zurückblicke, gibt es eine Fülle von Ereignissen, die sich mir eingeprägt haben und die ich aufgeschrieben habe.
Und vielleicht tragen diese Erinnerungen dazu bei, zu erklären, warum ich den Lehrerberuf so lange mit so großer Freude ausgeübt habe.

"Der erste Podgorny und ich"